Für andere da sein

Paul und Susi Hoffmann Stiftung unterstützt Menschen speziell mit Migrationshintergrund und passt Satzung den geänderten gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen an.

Der PSH-Stiftung gelang es trotz Null-Zins-Politik auch in diesem Jahr wieder Menschen, die Hilfe benötigen, zu unterstützen.
Der Vorstand lud die Organisationen, die bei der Verteilung der Spenden berücksichtigt werden konnten in den Clubraum des TC Schweinfurt ein und informierte über die Spendenverteilung und die Entwicklung der Stiftung.
Die unmittelbare Hilfe von Menschen in Not lag den Stiftungsgründern besonders am Herzen. Paul und Susi Hofmann führten selbst ein sehr bescheidenes Leben. Sie setzten sich für hilfsbedürftige Menschen ein und verhalfen damals jüdischen Schweinfurter Bürgern zur Flucht aus Nazideutschland.
Im Sinne der Stiftungsgründer versucht der Vorstand der PSH-Stiftung Einrichtungen und Menschen, die Hilfe benötigen, auch weiterhin zu unterstützen.

Insgesamt konnten im Jahr 2019 € 18.800 an folgende Einrichtungen gespendet werden:

  • Menschen direkt zu unterstützen, das ist der Stiftungsgeberin Susi Hoffmann besonders am Herzen gelegen, weswegen der Stiftungsvorstand je 3.000,– € an den Förderverein Palliativstation St. Josef Schweinfurt und an die Stiftung „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ überwiesen hat, um damit das Wirken der beiden Stiftungen besonders zu würdigen.
  • Mit jeweils 2.000,– € hat die Stiftung satzungsgemäß die Blindeninstitutsstiftung, die Stiftung Hör- und Sprachförderung Würzburg und die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. Würzburg (DAHW) unterstützt
  • Nur durch die Übernahme der Gesamtkosten in Höhe von 1008,– € für ein Ethikseminar, in dem den Schülerinnen und Schülern der Krankenpflegeschule St. Josef – Schweinfurt Wege des würdevollen Umgangs mit schwerkranken und sterbenden Menschen aufgezeigt wurde, war die Durchführung möglich. Leider steht der Pilgerhof Altenmünster für solche Seminare nicht mehr zur Verfügung. Auch die höheren Kosten im Ausweichquartier Reichmannshausen für weitere Seminare wird die Stiftung übernehmen.
  • 1.000,00 € hat die Christian Presl – Stiftung Schweinfurt-Bad Kissingen erhalten, eine Beratungsstelle für Menschen in Trauer, vor allem für Kinder und Jugendliche.

Wie eingangs berichtet, war es für die Stiftungsgeber bereits zu Leb-zeiten immer eine „Herzensangelegenheit“ sich für die Armen unserer Gesellschaft einzusetzen, das Gemeinwohl zu stärken und vor allem sich um Menschen mit Migrationshintergrund und deren Integration zu kümmern

  • Deshalb unterstützt der Vorstand mit 600,00 € den Verein Mentor – Die Leselernhelfer e.V. Diese Unterstützung durch Mentoren wird jedem Kind gewährt, unabhängig von seiner kulturellen und sozialen Herkunft, also Integration auf breiter Basis.
  • Die Stiftung ermöglicht zwei nigerianischen Studenten mit je 500,00 € den Hochschulbesuch.
  • 1.000,00 € geht an die Mobile Flüchtlingshilfe e. V in Würzburg. Ein Verein von jungen Leuten (meist Studenten) gründeten das Projekt „ Hermine“ = Hilfe zur Erstversorgung für Menschen in Not in Europa. Für dieses Engagement haben die Flüchtlingshelfer den Würzburger Friedenspreis 2019 erhalten.
  • Mit 3.000,00 € unterstützen wir die Organisation SoulTalk = Ambulanz für Seelische Gesundheit im ANKER-Zentrum für Geflüchtete in Unterfranken in Geldersheim. Dieses „ Leuchtturmprojekt“ – eine Gründung von „Ärzte ohne Grenzen“, ist nach wie vor auf Unterstützung angewiesen, zumal staatliche Stellen und öffentliche Einrichtungen keinen Beitrag hierzu leisten.Gerade diesem Projekt fühlt sich die Paul und Susi Hoffmann Stiftung mehr als verpflichtet.

Dieses Spektrum der aktuellen Ausschüttung entspricht bereits dem vom Stiftungsvorstand angestrebten sozialen Engagement der Stiftungsgeber mit Anpassung an die aktuelle Situation unserer Gesellschaft, welches in bereits erfolgter Abstimmung mit der Stiftungsaufsichtsbehörde als aktuelle Stiftungssatzung umgesetzt werden soll.

Um unser Ausschüttungsniveau auch für die Zukunft zu halten – trotz der weiterbestehenden Null-Zinspolitik der Europäischen Zentralbank – führt keinWeg an einer gut strukturierten, professionell gemanagten Wertpapierlösung vorbei. Darauf wiesen die beiden Vermögensverwalter der Stiftung, die Commerzbank Würzburg-Schweinfurt und die DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH hin.

Weiter ist geplant für Herbst 2020 ein Stiftungstag in Schweinfurt, dies soll ein Treffpunkt aller Schweinfurter Stiftungen und eine Austausch- und Informationsbörse werden.

Erstellt am 09.09.2019
PSH-Stiftung Paul und Susi Hoffmann Stiftung
Edwin Lösch, Vorsitzender

Hoffmann-Stiftung: Hilfe fürs Soziale

Die Paul und Susi Hoffmann-Stiftung unterstützt elf soziale Organisationen finanziell.

Die Paul und Susi Hoffmann-Stiftung hat ein Ziel: Menschen unterstützen, die wegen materieller, körperlicher, seelischer oder altersbedingter Notlagen Hilfe brauchen. So beschreibt Vorstandsmitglied Edwin Lösch das Anliegen – und nach diesen Kriterien wählt er die Organisationen aus, die Geld erhalten. Unterstützt werden Einrichtungen im Gebiet um Schweinfurt und Würzburg.

Lösch war an der Gründung der Stiftung im Jahr 2001 beteiligt. Das kinderlose Ehepaar Hoffmann habe „Gelder zur Verfügung gehabt“, sagt er. Paul und Susi Hoffmann hätten immer sozial gehandelt. Über die Gründer heißt es auf der Internetseite der Stiftung: „herausragend die Lebensleistung des Ehepaars in der NS-Zeit“, in der sie jüdischen Menschen geholfen hätten, aus Deutschland zu fliehen.

Hilfe für Menschen von Schweinfurt bis Indien

In diesem Jahr unterstützt die Stiftung elf Organisationen mit insgesamt 21 406,47 Euro. Sie fördert die Krankenpflegeschulen Haßfurt-Schweinfurt und St. Josef Schweinfurt mit 734,97 Euro und 871,50 Euro. Damit finanziert sie Ethikseminare, in denen Schüler den Umgang mit Krankheit und Tod lernen. Der Verein „Mentor – Die Leselernhelfer Schweinfurt“, bei der Mentoren Kinder beim Lesen begleiten, erhält 600 Euro. Die Christian-Presl-Stiftung Bad Kissingen-Schweinfurt bekommt 1000 Euro, von denen vor allem Kinder nach dem Tod eines Familienmitglieds betreut werden. Mit jeweils 400 Euro ermöglicht die Stiftung zwei Nigerianern ein Studium.

2000 Euro erhalten die Blindeninstitutsstiftung, die Stiftung Hör- und Sprachförderung und die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW). Die Blindeninstitutsstiftung unterstützt Menschen mit Mehrfachbehinderung, die Stiftung Hör- und Sprachförderung junge Menschen mit Schwierigkeiten in der Kommunikation. DAHW versucht, Kranken in Pakistan und Indien ein normales Leben zu bieten.

Hilfe für ehemalige Lepra-Patienten

3400 Euro gehen an den Förderverein des Leopoldina-Krankenhauses, jeweils 4000 Euro an den Förderverein der Palliativstation St. Josef und an die Stiftung „Schweinfurt hilft Schweinfurt“. Der Förderverein des Leopoldina-Krankenhauses will neue Mobilitätsgeräte für Patienten finanzieren, der Förderverein der Palliativstation Brückenkräfte auf Dauer beschäftigen und das Team ausbauen. „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ unterstützt bedürftige Menschen im Raum Schweinfurt.

Priscila Franco vom DAHW erklärt, wie wichtig die Förderung für die Organisation ist. Beim Projekt „Pullambadi“ werden ehemalige Lepra-Patienten in Indien betreut, die Verletzungen müssen immer wieder behandelt werden. Viele seien aufgrund der Krankheit von ihren Familien vertrieben worden. Mittlerweile seien die Strukturen so gut, dass die Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Regierung funktioniere. „So können die Leute menschenwürdig leben“, sagt Franco. Die Bewohner übernähmen Aufgaben in der Einrichtung, es gebe Putzfrauen und einen „Zimmerman“.

Robert Koßner von der Krankenpflegeschule Haßfurt-Schweinfurt betont die Notwendigkeit der Ethikseminare für die Schüler. „Die Azubis schätzen diese Tage sehr. Wir sind ein paar Tage zusammen, von der Schule weg, und können uns ganz auf das Thema Sterben einlassen.“

Quelle: Mainpost